Über Hirschfelde und seinen Mäzen
Eduard Arnhold
        Die Persönlichkeit Eduard Arnhold
                - ein Mäzen großen Stils -


Eduard Arnhold wurde am 10.Juni 1849 in Dessau
geboren. Der Vater war der als Arzt praktizierende
Dr. Adolph Arnhold. Die Mutter stammte aus Berlin.
Die “Herzogliche Franzschule” verließ er 1863 mit dem
Zeugnis der Reife und der Berechtigung zum einjährigen
Militärdienst als Freiwilliger. 1863 begann Eduard Arnhold
in der Kohlenfirma Caessar Wollheim in Berlin. Bereits mit
22 Jahren wurde Eduard Arnhold Prokurist der Firma
Caesar Wollheim und mit 25 Jahren ihr Teilhaber.

1881 heiratete er die aus Hamburg stammende Johanna
Arnthal. Sein Wohnsitz war in der Berliner Regentenstrasse

-    Landhaus am Wannsee
-    Gut in Hirschfelde - Park - Felder und Wälder -        
           Gamensee - Scheunen und Stallungen - Gärtner         .           und Geflügelhof
-    Bauernhaus in Bayern - Neuhaus am Schliersee

Tätig war Eduard Arnhold in vielen Bereichen der Wirtschaft, der Wissenschaft, Kunst und Kultur sowie auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens. Vor allem aber war Eduard Arnhold Kaufmann, dem es bestimmt war, fruchtbarste Vermittlungstätigkeit zu leisten.

In einer persönlichen Aufzeichnung von Eduard Arnhold war zu lesen:

     





                              
    
Wirtschaft

1889    in den Aufsichtsrat der Dresdener Bank berufen    
1889    im Aufsichtsrat der Berliner Strassenbahn
1889    trat er in den Vorstand der Kooperation der Berliner      .         Kaufmannschaft ein
1892    wurde die Handelskammer gegründet ( 23 Jahre          .         lang war er Mitglied )Vereinigung beider Institute
            1920 zur Handelskammer
1892    Berufung in den Landeseisenbahnrat
1895    Eduard Arnhold wir in den Ausschuss der Aktionäre .   .          gewählt
1895    Mitglied im Berliner Börsenausschuss



" Der Kaufmann, der wahre Kaufmann,
hat nichts gemein mit der schmutzigen Habsucht einer Krämerseele,    vielmehr gilt ihm seine Tätigkeit und deren Ergebnisse als Mittel für die Förderung und Verbreitung der Kultur und der Humanität und eben darin Sucht er seine Ehre!"
Wissenschaften
Mitarbeiter/ Förderer/ Berater

    des Deutschen Museum in München
    der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft zur Förderung der
           Wissenschaften in Berlin
    der Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt ( vor
           allem Zeppelins-Luftschiffe )
    des Kohlenforschungsinstitutes in Mühlheim an der
           Ruhr

Im Rahmen seiner wissenschaftlichen Tätigkeiten war er bekannt mit Kaiser Wilhelm II und Kronprinzen Wilhelm,
sowie Professor Wigand ( Wigandsche Ausgrabungen) und Graf Zeppelin.

Kunst und Kultur

    Förderer von Künstler: 1907 ”Villa Massimo ”in Rom

    Ehrenmitglied des Kunsthistorischen Instituts in
           Florenz

    Mitglied der Akademie der Künste und der
           Deutschen Akademie in Rom
            
Freunde und Weggefährten waren:
Professor Max Liebermann, Böcklin, Adolf Menzel, Bildhauer Louis Tuaillon und der
Musikprofessor der Berliner Universität Max Friedländer.
Der Bezug Eduard Arnhold zu Hirschfelde

1928 beschrieb Rudolf Schmidt den Hirschfelder Park als einen der schönsten und interessantesten Architektengärten des Oberbarnim, welcher zu Beginn des 20. Jahrhundert angelegt wurde. Den Park zierten ein stattlicher Bronzehirsch und ein aus weißem Carrera- Marmor gemeißelter Stier von Professor Louis Tuaillon.

Was ist aus diesen Kostbarkeiten geworden?

Der Bronzehirsch ist 1990, nach 40 jähriger Abwesenheit von der sowjetischen Besatzungsmacht an die Hirschfelder
Gemeinde zurückgegeben worden. Der Standort des Tuaillonischen  ”Stier” ist zur Zeit noch im Kurpark von Bad Freienwalde, die Bestrebungen gehen dahin, den Stier an seinem rechtmäßigen Standort in der Gemeinde Hirschfelde zurückzuführen.

Weiterhin erwähnenswert ist die Gründung des “ Johannaheim “ für Waisenmädchen am 30. Juni 1906 anlässlich der Silberhochzeit von Eduard und Johanna Arnhold. Die Eröffnung fand am 1.Juni 1907 statt.
Die Aufzählung der Tätigkeiten des Eduard Arnhold kann unendlich weitergeführt werden.

Eduard Arnhold ist am 10. August 1925 gestorben.  Johanna Arnhold geb. Arnthal verstarb 1929. Beide sind auf dem Städtischen Friedhof Berlin Wannsee begraben.

Mit der Umbenennung unserer Gaststube in “ Eduard Arnhold” möchten wir einen bescheidenen Beitrag zur Würdigung der Leistungen dieses großen Mannes leisten.

Das Logo von Eduard Arnhold